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Was bedeutet Chianti

Die Herkunft des Namens Chianti ist umstritten. Manche behaupten er kommt aus dem Etruskischen Clante, weit verbreiteter Name in der Region, ohne bestimmte Bedeutung. Nach anderen Versionen kommt der Name aus dem lateinischen Clangor (Lärm), als Erinnerung an die Jagdgeräusche, die aus den vielen Wäldern hervorkamen. Die meisten, neueren Studien beteuern die Abstammung aus dem Etruskischen, aber das Wort Clante = Wasser. Das Gebiet war, und ist, reich an Wasser, das zur Förderung des Wachstums der Trauben diente.

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Geschichte

Die ersten Unterlagen, in denen man vom Chiantigebiet spricht, gegen bis zum 1200 zurück. In dieser Zeit wurde eine Gebühr in Florenz auf den Wein eingeführt. Wir können mit Sicherheit sagen, daß ein guter Teil des Weines im Chianti-Gebiet produziert wurde. Um 1300 lebten in Florenz etwa 110.000 Bürger und 400.000 in der Umgebung. Florenz war zu dieser Zeit, die vierte oder fünfte größte Stadt Europas. Die wichtige Bedeutung, die Florenz zu dieser Zeit hatte, und die auch lange angedauert hat, ist eine der Hauptgründe, warum sich hier die Landwirtschaft so sehr entwickelt hat. Für die Bevölkerung war es interessant sich in der Nähe einer so großen Stadt niederzulassen, auch wenn ein großteil des Chianti-Gebietes, nicht für die Landwirtschaft geeignet war. Der Wein des Chiantis hatte einen Riesenerfolg auch außerhalb Italiens. Wir wissen, daß um 1600 der Wein auch nach England exportiert wurde. Selbst Shakespeare erwähnte die Weine aus Florenz. Der Ruhm des Chiantis wurde so groß, daß er nachgeahmt wurde, so dass 1716 Cosimo der III ein Gesetz einführte, daß das Chianti-Gebiet geographisch abgrenzte. Somit wurde das Chianti-Gebiet, das erste Gebiet mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (D.O.C. = Denominazione di origine controllata).

Der "moderne" Chianti

Obwohl die Chianti-Weine seit langem bekannt sind, ist der heutige Chianti-Wein doch etwas anders. Der Baron Bettino Ricasoli, ein großer ital. Politiker, auch Barone di Ferro (Eisen) genannt, für sein hartes Verhalten, schrieb im Jahr 1834 - Informationen über die Herstellung von Wein, wie die Reben im Chianti bis 1984 kombiniert wurden: Sangiovese für den Duft und die Kraft, Canaiolo für den Duft und die Lieblichkeit und Malvasia und Trebbiano für die Leichtigkeit und das Aroma.

Erfolg und Probleme

Der Wein gewann an Beliebtheit, vor allem in den Jahren 1870 - 1900, so dass obszöne Kopien in anderen Gemeinden produziert wurden. Es reichte, wenn der Wein in ein klassisches Fiasko umgefüllt wurde. Dann wurde er sofort zu einem Chianti. Im Jahr 1924 haben sich einige Weinhersteller im Chianti Classico zusammengetan und haben ein Konsortium gegründet, unter dem Namen "Lega del Chianti" und das Wiedererkennungssymbol war ein schwarzer Hahn. Das Konsortium Chianti Classico Gallo Nero hatte die Aufgabe, den Wein zu promoten bzw. zu fördern, die Ordnung unter den Herstellern zu erhalten und den guten Namen des Weines zu schützen. Heute heißt der Verband Consorzio del Marchio Storico, nachdem man den Streit gegen die Brüder Gallo aus den USA in den Jahren 1992 - 1996 verlor. Die Gemeinden des Chianti Classico umfassen Gaiole, Radda, Castellina, Greve, Casciano in Val di Pesa und ein Teil von Poggibonsi. Es ist nicht zwingend erforderlich dem Konsortium beizutreten; man bezahlt eine Quote, je nachdem, wie viele Flaschen Wein verkauft werden. Viele der großen Weinproduzenten sind daher nicht im Verband. Aber trotzdem hat der Verband fast immerhin 85% Mitglieder.

Ein Wein entwickelt sich

Am Anfang des Jahres 1984 wird der Anteil des Trebbiano und der Malvasia von 30% auf 2% gesenkt und gleichzeitig wird ein kleiner Prozentsatz von anderen Reben, vor allem, wie Cabernet Sauvignon dazugefügt. Dies um den Bedürfnissen des Marktes entgegenzukommen. Die Ausfuhr in angelsächsischen Ländern wuchs, und diese Länder benötigten einen Wein, der haltbarer, weniger herb und aromatischer war. Dies führte dann zu einer zunehmenden Verwendung von kleinen Fässern, Barriques genannt, die auch für einen guten Wein, in den nicht so guten Jahren, sorgen. Der Wein selbst wurde kräftiger und vollmundiger im Geschmack. Die negativen Folgen sind ein geringer Wiedererkennungswert. Oft schmecken die Weine aus anderen Teilen der Welt zunehmend gleich. Außer im Chianti-Classico-Weinbezirk wird noch anderweitig guter Wein produziert: Colli Fiorentini, Colli Senesi, Colli Pisane, Colli Aretini, Rùfina, Montalbano und Chianti Putto. Aber trotz der Bemühungen erreichen diese Weine nie die Qualität der Chianti-Classico-Weine. Insgesamt 7.000 Hersteller produzieren 12 Millionen Liter Wein pro Jahr.

Wir empfehlen Ihnen einen Besuch in folgende Weinschlösser:
- Castello di Vicchiomaggio: Beim Besuch dieser beeindruckenden Burg hat man den Eindruck: Viel Lärm um nichts. Dies ist ein Schloss im wahrsten Sinne des Wortes und nicht nur ein "Agrotourismus". Das Schloss Vicchiomaggio ist eines der schönsten historischen Landsitze der Toskana: es liegt inmitten von 130 ha Land und lieblichen Weinbergen. Das Schloss sieht man schon von weitem, weil es unmöglich ist, dieses riesige Gebäude mit seinem massiven viereckigen Turm nicht zu bemerken. Heute werden die Säle des Schlosses häufig für Hochzeiten und andere Feiern vermietet. Natürlich nur an diejenigen, die zur "betuchten" Bevölkerung gehören. Das Restaurant bietet für bis zu 300 Personen Platz. Das Schloss hat einen guten Ruf für seine renommierten Weine. Die Chianti und die so genannten "Supertoscani" die hier produziert werden, sind auf der ganzen Welt berühmt und die Besten dieser Region.

- Castello di Verrazzano: Es gibt mehrere Weingüter in der Toskana, die sich in einer beeindruckenderer Landschaft als das Castello di Verrazzano befinden. Und es gibt auch Landgüter mit einer imposanteren Fassade. Aber es gibt nur wenige Orte, die sich über eine so lange und ehrenvolle Geschichte und so viel Atmosphäre (oder über so viele renommierte Weine) rühmen können, wie dieses Weingut. Das Schloss Verrazzano liegt zwischen Florenz und Siena, im Herzen des Chianti Classico, dem lt. offiziellen Urkunden ersten Weinanbaugebiet der Welt, dessen Grenzen von Cosimo de' Medici III. im Jahre 1716 festgelegt wurden. Seine Lage hoch über dem Grevetal begünstigt die Kontrolle über die 43 ha angebauten Weinberge, die rund um das Schloss bis zu den tiefer liegenden Waldrändern grenzen. In Verrazzano waren anfangs Etrusker und später Römer angesiedelt und im 7. Jahrhundert ging das Schloss in den Besitz der Familie da Verrazzano ein. Die Tradition des Wein- und Olivenanbaus geht auf diese Zeit zurück. Erste Urkunden darüber stammen aus dem Jahre 1150 und sind in der Badia di Passignano zu finden. Der Chianti der hier hergestellt wird, ist besonders traditionell, aber es werden auch moderne Weine hergestellt, wie z.B. 100% Sangiovese Weine, die in neuen franz. Fässern gelagert werden, die so genannten Barrique. Jeden Tag besteht die Möglichkeit einer Führung durch die historischen Weinkeller. Aber auch durch die Säle, wo der gute Vinsanto gelagert wird. Auf diesem Landgut kann man die renommierten Weine, das gute Olivenöl sowie einen leckeren Honig erwerben.

 
 

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